Chronik der Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach"

2009

Im November finden fünf Aufführungen des Konzerttheaters "L'Impression soleil levant - Der Eindruck, wenn die Sonne aufgeht" im Kurt-Masur-Saal statt. Im Mittelpunkt des generationenübergreifenden Projektes steht die Zeit des französischen Impressionismus.

Im August startet das Projekt „SINGT EUCH EIN!“ in neun Leipziger Grundschulen. Das Singen wird als ein Unterrichtsfach in den Stundenplan der dritten Klassen integriert und gemeinsam von Lehrer/innen der Grundschulen und der Musikschule Leipzig geleitet.

Unter dem Motto „Jugend trifft: Mendelssohn“ tritt das Jugendsinfonieorchester im Juli eine Konzertreise in die USA an. Sie führt die Jugendlichen von Houston über New Orleans nach Oxford, Mississippi. Während dieser Zeit werden vier Konzerte gegeben, davon zwei in Zusammenarbeit mit zwei amerikanischen Chören sowie ein Rundfunkkonzert.

Schüler des Conservatoire de Lyon sind im Mai zu Besuch an der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ mit dem Ziel, ein gemeinsames Streicherensemble zu gründen. Das Abschlusskonzert findet zusammen mit dem Jugendsinfonieorchester im Gewandhaus statt. Der Gegenbesuch der Leipziger in Lyon folgt im Juni. 

Das Sinfonische Blasorchester und das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Leipzig treten im Mai beim 10. Europäischen Jugendmusikfestival „MEGAhertz“ in Linz (Oberösterreich) auf.

Zu Beginn des Jahres 2009 trennt sich die Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ vom Fachbereich Bildende Kunst.

2008

Im November findet das erste von vier geplanten Bambinokonzerten in der "Schille" statt. Die Veranstaltungen richten sich speziell an junge Familien mit Babys und Kleinkindern.

Die Musikschule startet das Projekt "...fremde Fremde?". Eine Tanzformation und ein Orchester werden aus ausländischen Leipziger Mitbürgern gegründet. Der erste Auftritt findet am 1. Juni 2008 zum "Musikfest für Alle" im Gewandhaus statt.

Das Jugendsinfonieorchester führt gemeinsam mit dem Pennsbury High School Concert Choir aus den USA im Leipziger Gewandhaus "Carmina Burana" auf.

2007

Die Stadt Leipzig kauft das Gebäude Petersstr. 43 von der Deutschen Bundesbank und sichert somit langfristig die Unterbringung der Musikschule.

Der Fachbereich Tanz erhält neue Unterrichtsräume in der Windmühlenstraße

2006

Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde Gewandhausorchester/Musikschule

Konzert des Jugendsinfonieorchesters auf dem Thomaskirchhof anl. des Bachfestes.

Kammermusikworkshop mit Schülern der Studienvorbereitung des Konservatoriums Winterthur in Winterthur.

Gründung eines gemeinsamen Blechbläserensembles der Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" und des Conservatoire national de région de Lyon; Konzerte in beiden Städten; Empfang im Rathaus von Lyon.

Änderung der Zweigstellenstruktur in Bezirke.

2005

Konzert des Jugendsinfonieorchesters gemeinsam mit den "Firebirds" zum Leipziger Stadtfest.

Festtage 20 Jahre Jugendsinfonieorchester.

Letztes Schulkonzert mit dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt.

Erstes Schulkonzert mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly.

2004

Mit rd. 6.800 Belegungen und 3.750 wöchentlichen Unterrichtsstunden ist die Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" nach Hamburg die zweitgrößte Musikschule Deutschlands.

2003

Einladung des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule als einziges deutsches Jugendorchester zum Edinburgh Music Festival.

1. Preis des Jugendsinfonieorchesters sowie der Big Band der Musikschule beim Deutschen Orchesterwettbewerb, Landesausscheidung Sachsen und Delegation beider Ensembles zur Bundesausscheidung im Mai 2004 in Osnabrück.

2001

September - 50. Jahrestag der Gründung der Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach". Schülerzahl 31.05.2001 = 4.959.

2000

01.01. Die Organisation und Durchführung der Schulkonzerte, bisher angesiedelt beim Kulturamt der Stadt Leipzig, wird in die Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" eingegliedert.

1999

Wegen einer Gebietsreform werden einige Gemeinden des Landkreises Leipzig nach Leipzig eingemeindet. In diesem Zusammenhang werden einige Außenstellen der Musikschule "Ottmar Gerster" an die Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" angegliedert. Mit insgesamt 600 SchülerInnen kommen auch 15 LehrerInnen hauptamtlich und 20 LehrerInnen nebenamtlich hinzu. Oktober 1999 Umzug in die Petersstraße 43.

1998

01.1998 Übernahme Kulturwerkstatt von Kulturamt. 01.01.1998 Erweiterung des Unterrichtsangebotes durch zeitlich befristete Kurse. Im Sommer Umzug der Schule in die Thomasiusstraße 2, weil das alte Gebäude saniert wurde.

1996

01.01. Fusionierung der beiden Leipziger Musikschulen - Landesmusikschule und Musikunterrichtskabinett - zur Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach", einem kommunalen Eigenbetrieb. Schülerzahl 31.12.1996 = 4.452.

1992

Umzug der Landesmusikschule Leipzig in den Dittrichring 21.

1991

Am 01.01. wird die Bezirksmusikschule "Johann Sebastian Bach" zur Landesmusikschule ernannt. Durch den Wegfall der Bezirke und die Wiedererrichtung des Freistaates Sachsen übernimmt das Kultusministerium vorerst die Trägerschaft. Das Musikunterrichtskabinett bleibt weiterhin in Städtischer Trägerschaft und baut sein Angebot weiter aus durch eine Musiktheaterwerkstatt, Tanzunterricht, Instrumentalspiel für Behinderte und musikalischer Erwachsenenausbildung. Beide Einrichtungen werden Mitglied im Verband deutscher Musikschulen. Im Laufe von Monaten erhöhen sich an beiden Einrichtungen die Schülerzahlen. Bei der Landesmusikschule auf 3600 und beim Musikunterrichtskabinett auf 2500 SchülerInnen, vor allem aufgrund der Erweiterung des Angebotes durch Musikalische Früherziehung.

1985

Am 26. Januar wird der Bezirksmusikschule der Name "Johann Sebastian Bach" verliehen. In diesem Jahr entsteht das Jugendsinfonieorchester und entwickelt sich schnell zu einem leistungsfähigen Ensemble.

1981/82

Der Sitz der Bezirksmusikschule Leipzig wird die Schwägrichenstraße 4, die Abteilungen Tanz- und Unterhaltungsmusik und Bildende Kunst bleiben im Haus der Volkskunst. Das Kabinett für Instrumentalerziehung wird in Musikunterrichtskabinett der Stadt Leipzig umbenannt und widmet sich gemäß seiner Entwicklung verstärkt der Breitenausbildung ohne Prüfungszwang. Mit einer breiten Palette von Ausbildungsfächern entwickelt sich diese Einrichtung zu einer sehr guten Ergänzung zur leistungsorientierten Bezirksmusikschule.

1975/76

Am 01.02.1976 wird die Musikschule Leipzig-Stadt "Bezirksmusikschule" mit Leitkompetenzen gegenüber den anderen Musikschulen des Bezirkes Leipzig. Für die Fachbereiche werden Bezirksfachberater berufen. Die Abteilung Tanz- und Unterhaltungsmusik wird um eine "Berufsklasse Tanzmusik" zum Erlangen eines Berufsausweises erweitert.

1971/72

Schülerzahl der Musikschule Leipzig-Stadt:

  • 670 SchülerInnen (Traditionelle Musik)
  • 62 SchülerInnen (Tanz- und Unterhaltungsmusik)
  • 118 SchülerInnen (Tanz)
  • 176 SchülerInnen (Bildende Kunst)

Lehrkörper:

  • 39 LehrerInnen (hauptamtlich)
  • 34 LehrerInnen (nebenamtlich)

1969

Schrittweiser Aufbau eines Kabinetts für Instrumentalerziehung. Die Einrichtung erhielt den Status der Selbstständigkeit mit eigenem Haushalt.

1963/64

Es wird begonnen, eine Abteilung Tanz- und Unterhaltungsmusik aufzubauen.

1962/63

Monatlich finden Schülerkonzerte im Saal des "Haus der Volkskunst" statt. Sie werden in zunehmendem Maße thematisch gestaltet. (Thema: Mozart, Kurt Schwaen u.a.). Die Musikschule erhält den Namen Musikschule Leipzig-Stadt, da ein Teil dem Landkreis Leipzig zugeordnet wird.

1961/62

Umbenennung der "Volkskunstschule" in "Musikschule Leipzig". Die Abteilungen "Tanz" und "Bildende Kunst" werden beibehalten.

1960/61

Die bisherige Volksmusikschule wird in die "Volkskunstschule Leipzig" umgewandelt. Die musikalische Ausbildung wird erweitert durch die Abteilung "BildendeKunst" und "Tanz". Die "Volkskunstschule" hat ihr Domizil nun im "Haus der Volkskunst" mit Saal und Bühne am Lindenauer Markt.

Die Schülerzahl erreicht folgenden Stand:

  • 1674 SchülerInnen (Abt. Musik)
  • 165 SchülerInnen (Abt. bildende und angewandte Kunst)
  • 130 SchülerInnen (Abt. künstlerischer Tanz)

Lehrkörper:

  • 44 LehrerInnen (hauptamtlich)
  • 10 LehrerInnen (nebenamtlich)

1957/58

Erweiterung des Netzes der Außenstellen auf Schkeuditz/Engelsdorf, Zwenkau, Markranstädt. Der Unterricht erfolgte in Zweiergruppen. Einzelunterricht war Studienkandidaten vorbehalten.

1952/53

Erhöhung der Zahl der Lehrkräfte und SchülerInnen. Die Schülerzahl wuchs auf 900. Die Unterrichtenden waren ehemalige freischaffende MusikerzieherInnen, Absolventen der Hochschule für Musik Leipzig und bewährte Instrumentalspieler des Bereiches Gitarre und Mandoline.

1951

Im September Gründung der Volksmusikschule. Fünf LehrerInnen unterrichteten 200 SchülerInnen in Leipziger Schulen. Die Leitung der Volksmusikschule befand sich in der 44. Grundschule in der Demmeringstraße.

 
 
 
 
 
 
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